UA-110353468-1 Die Führungskraft als Scrum Master oder Product Owner - geht das gut?
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Wir brauchen mehr gute Scrum Master! Warum das so ist und was es hierfür braucht, erfährst Du in diesem Podcast. Im Podcast spreche ich darüber, wie Du Umgebungen schaffst, in denen passionierte Agilität entstehen kann. Eine Umgebung in der jeder sein volles Potential ausschöpfen kann. Ich zeige Dir, welche Tipps, Tricks und Tools Dir helfen ein besserer Scrum Master zu werden. Wenn Du also am Puls der Zeit bleiben willst was agiles Arbeiten angeht und es Dir wichtig ist, nachhaltige Agilität in Dein Unternehmen zu bringen, dann bist Du hier genau richtig!

September 24, 2020

Die Führungskraft als Scrum Master oder Product Owner - geht das gut?

In den letzten beiden Wochen hat ich zweimal den Fall, dass eine oder mehrere Führungskräfte entweder die Scrum Master Rolle im Unternehmen übernommen haben oder als Product Owner aktiv sind. Die Frage die dann in meinen Trainings aufgekommen ist war: Ist das eine gute Idee? Hier die kurze Antwort: nein.

Es sprechen mehrere Faktoren gegen dieses Vorgehen.

Keine Zeit

Die allermeisten Führungskräfte die ich kenne, sind oft schon "Land unter". Und jetzt sollen sie auch noch nebenher den Scrum Master oder Product Owner mimen? Beide Rollen sind Vollzeit Rollen und lassen sich nicht mal eben noch im Vorbeigehen wahrnehmen. Wenn ich es als Firma ernst mit meiner agilen Transformation meine, dann muss ich auch diese Rollen ernst nehmen und entsprechend besetzen.

Die Führungskraft hat die Macht

Auf den ersten Blick scheint es eine gute Idee zu sein, wenn eine Führungskraft die Scrum Master Rolle einnimmt. Schließlich hat man in seiner Rolle häufig die Macht, um Dinge auf den Weg zu bringen. Aus dem oben genannten Grund werde ich aber häufig garnicht wissen, wo ich ansetzen muss und deshalb ist dieses Argument wertlos.

Ineffiziente Retrospektiven

Gerade in deutschen Firmen herrscht immernoch eine klare Hierarchiedenke und es wird noch viel kontrolliert. Sitzt jetzt eine Führungskraft mit in der Retrospektive ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass die wahren Probleme erst garnicht angesprochen werden. Man will ja schließlich nicht schlecht vor dem eigenen Chef da stehen. Also dümpeln die Retrospektive an der Oberfläche und der Elefant im Raum wird ignoriert. So heißt es dann auch oft: Retrospektiven bringen uns nicht weiter und sind reine Zeitverschwendung.

Shorten the feedback

Ein der wichtigsten Elemente von erfolgreichem, agilen Arbeiten sind kurze Feedbackloops. Wenn ich als Führungskraft aber ständig nicht verfügbar bin, wird dieser Loop automatisch länger und die Teams kommen nicht in dem Tempo weiter, wie ich mir das vorstelle. Ein gutes, agiles Team braucht ständig und schnell Feedback von seinen PO und auch ein Scrum Master muss schnell reagieren. Das ist als Führungskraft in den aller meisten Fällen einfach nicht möglich. 

Fazit

Wenn Du es mit der agilen Transformation ernst meinst, dann verzichtest Du auf Doppelrollen. Nur so wirst du am Ende erfolgreich sein.

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