UA-110353468-1 The Passionate Team podcast
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Wir gehen dem Geheimnis passionierter Teams auf die Spur.

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Bernd ist ein agiler Coach & Trainer und lebt im schönen Melbourne in Australien. Schon im Jahr 2005 begann er damit, Teams zu coachen.

Agilität bedeutet Kollaboration anstatt Kooperation

Bernd legt sehr großen Wert auf Kollaboration im Gegensatz zur reinen Kooperation. Zudem soll der Fortschritt immer realisiert werden und Teammitglieder sollten sich ständig synchronisieren, anstatt den ganzen Tag nur für sich selbst zu arbeiten. Es kommt in Bernds Arbeitsweise allerdings immer auf die genauen Voraussetzungen der jeweiligen Teams an.

Das sind die größten Probleme, die Bernd immer wieder begegnen

- Die Manager in einem Unternehmen möchten bestimmen, wie das Team zu arbeiten hat

Wenn ein Team durch die agile Arbeitsweise selbst Entscheidungen treffen soll, wird oft der Manager zur Hilfestellung gerufen.

Manager sind oft so lange stille Beobachter, bis das Team einen Fehler macht und weisen das Team wieder zurecht. Das führt das gesamte Team wieder in den Anfangsstatus zurück.

- Die Kosten, die damit verbunden sind, ein Team zu verändern

Die Kosten werden vom Management meist dramatisch unterschätzt, wenn ein Teammitglied hinzu kommt bzw. das Team wieder verlässt. Im Schnitt dauert es 3- 9 Monate, bis das neue Teammitglied richtig in das Thema eingearbeitet ist.

- Es wird kein Fokus gesetzt

Wenn die Mitarbeiter in zu vielen verschieden Teams tätig sind, kann keine ordentliche Leistung gewährleistet werden.

Es muss einen Sinn geben, für das, was du tust

Statistiken sagen aus, dass Menschen ein Sinn für die eigene Arbeit wichtiger ist als Geld. Das motiviert die Mitarbeiter, am Ende genau das zu erreichen, was vereinbart wurde. Noch wichtiger ist Bernd allerdings, dass ein Team tatsächlich ausliefert, auch wenn das Ziel nicht zu 100 % erreicht wird.

Das gibt dir Bernd mit auf den Weg, wenn du agil starten möchtest

Komme mit Menschen in Kontakt, die bereits agil gearbeitet haben, stelle Fragen und lass dir von den Erfahrungen berichten.

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Diese Frage wurde mir neulich gestellt und ich beantworte sie gerne in der heutigen Podcast-Episode.

Agilität gibt es schon sehr lange. Schon gegen 1970 - 1980 waren einige Unternehmen sehr erfolgreich agil. Damals hieß das noch IID (iterative and incremental development).

Mehr zur interessanten Geschichte der Agilität erfährst du in der ganzen Folge.

Um Agilität in Unternehmen einzusetzen, gibt es sehr viele Gründe. Gerne nenne ich dir einige wichtige Vorteile.

Hoher Time-to-Market

Heutzutage können wir uns eine zu lange Entwicklungszeit kaum mehr erlauben. Agilität kann Prozesse enorm verkürzen.

Es gibt keinen Markt

Häufig wird viel Geld in die Produktentwicklung investiert und später festgestellt, dass es dafür keinen Markt gibt. Der Einsatz von agilen Methoden kann hierfür sehr hilfreich sein. Der Kunde wird viel früher mit einbezogen und unnütze Entwicklungen können vermieden werden.

Hohes Risiko

Dies entsteht beispielsweise, wenn Technologien entwickelt werden, die es bisher noch nicht gibt. Durch Agilität merkst du wesentlich früher, wenn etwas nicht funktioniert und sparst dadurch Zeit und Geld.

Schnelle Anforderungsänderungen

Wenn sich der Markt schnell ändern kann, geben dir agile Methoden die Möglichkeit, umgehend darauf zu reagieren.

Der Kunde weiß gar nicht, was er genau möchte

Hier macht es Sinn, Prototypen früh zu verwenden, wobei agile Methoden sehr gut helfen.

Viel Reibungsverluste in der Firma

Oft dauert es sehr lange, bis Entscheidungen getroffen werden. Agilität kann für Transparenz sorgen, um festzustellen, woran es hängt und wie das Problem aufgelöst werden kann.

Langsamere Prozesse

In vielen Firmen haben sich über Jahrzehnte Prozesse etabliert. Der Sinn dahinter sollte allerdings regelmäßig hinterfragt werden. Agilität kann dabei helfen, „Altlasten“ loszuwerden, um effizienter zu arbeiten.

Qualitätsproblemen in der Entwicklung

Mit agilen Prozessen wir von Anfang an in hoher Qualität entwickelt. Durch frühes Integrieren der Kunden und frühes Testen können viele Probleme verhindert werden.

Einfachheit

Agile Methoden sorgen dafür, dass genau darauf eingegangen wird, was der Kunde möchte und wie das Problem möglichst einfach gelöst wird.

Kontinuierliche Verbesserungsprozesse

Durch kurze Zyklen mit regelmäßigen Retrospektiven gibt es einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

Wie du siehst, gibt es sehr viele Gründe, weshalb du dich mit Agilität beschäftigen kannst.

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In dieser Podcast-Episode spreche ich darüber, wie du Agilität am besten in Unternehmen einführen kannst.

Ist es besser, Bottom-up zu starten oder doch lieber Top-down?

Bottom-up

Auch auf den niedrigen Hierarchiestufen können Entscheidungen getroffen werden. Häufig starte ich in Firmen mit einem Piloten, um mit dem ersten Team agil zu starten, Erfahrungen zu sammeln und alles nach und nach auszubauen. Hierfür fordere ich den Management-Support auf allen Ebenen. Agiles Arbeiten ist nur möglich, wenn auch alle Gegebenheiten dafür geschaffen werden.

Top-down

Hierbei trifft das Management die Entscheidung, agil zu arbeiten. Das Problem ist allerdings gerade bei großen Firmen der Veränderungsprozess. Je mehr Mitarbeiter involviert sind, desto größere Widerstände können sich bilden. Die Mitarbeiter sollten unbedingt über die neuen Karrierepfade und Prozesse aufgeklärt werden.

Big-bang

Das heißt, es werden alle Mitarbeiter für einen bestimmten Zeitraum geschult und sämtliche Rollen werden neu definiert. Anschließend werden alle Veränderungen gleichzeitig durchgeführt und die Firma arbeitet von einem Tag auf den andern agil.

Meiner Erfahrung nach funktioniert das nur dann richtig gut, wenn der Schmerz im Unternehmen schon sehr groß ist, wie beispielsweise durch geringe Verkäufe oder einen Stellenabbau.

Die sinnvolle Kombination aus allen Methoden

Mein Favorit ist eine Kombination aus allem. Ich starte gerne mit einem Pilotteam und bevorzuge eher eine sanfte Veränderung.

Bei großen Firmen mit strengen Prozessen macht es mehr Sinn, mit Kanban zu starten. Kanban fängt genau da an, wo alle gerade stehen, akzeptiert bisherige Prozesse und dann kann mit einer Veränderung begonnen werden.

Ebenso ist eine Passion-Analyse sehr wichtig. Das heißt, Voraussetzungen und neue Ansätze werden definiert. Für das Team sollte es auch möglich sein, etwas zu verändern und selbst zu entscheiden.

Eine gemeinsame, klare Vision und die Teamzugehörigkeit sind zudem von großer Bedeutung. Die Mitarbeiter sollten die meiste Zeit in einem und nicht in mehreren Teams arbeiten, um als Einheit zu funktionieren.

Auch eine Lernumgebung sollte existieren, in der sich die Mitarbeiter weiterentwickeln können.

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Heute gebe ich dir einige Tipps, wie du effiziente und nachhaltige Retrospektiven gestalten kannst.

Retrospektiven werden häufig vernachlässigt aber sie sind ein sehr mächtiges Tool, wenn du es richtig einsetzt. Vor 5 Jahren habe ich hierzu sogar das Buch „Retrospektiven in der Praxis“ geschrieben, welches du in den Shownotes findest.

Diese Dinge werden an Retrospektiven häufig bemängelt

- Wir sprechen immer über die gleichen Dinge, alles dreht sich um dasselbe, wir kommen nicht voran

- Das Thema Retrospektiven ist total langweilig und der Wunsch für neue Methoden ist da

- Retrospektiven sind Zeitverschwendung

Wenn du das Tool allerdings richtig einsetzt, kannst du mit Retrospektiven wirklich sehr viel erreichen.

Um Retrospektiven besser zu gestalten, gibt es für mich 3 wichtige Elemente

  1. Spaß

    Führt Retrospektiven nicht immer im selben Meetingraum durch, sondern geht dafür beispielsweise in die Natur. Überlegt hierbei, wie die Umgebung in die Retrospektive einfließen kann.

    Verwendet Retrospektiven-Cookies mit interessanten Sprüchen (ähnlich wie Glückskekse).

    Verwendet Metaphern wie beispielsweise aus dem Fußballbereich. So können auch unangenehme Dinge leichter angesprochen werden, wenn dafür eine Metapher verwendet wird.

    Zwei ausführliche Beispiele dazu findest du in der ganzen Podcast-Folge.

  2. System Thinking

    Dies ist ein Prozess, um zu verstehen, wie sich Dinge in einem System gegenseitig beeinflussen und entsprechend verändern. Zwei Bücher dazu findest du in den Shownotes.

    Wenn ihr an einem Punkt angekommen seid, an dem ihr scheinbar keine weiteren Möglichkeiten findet, um noch besser zu werden, könnt ihr dieses System im Team anwenden. Definiert immer die nächsten Schritte, nachdem ihr alle Phasen einer Retrospektive durchlaufen habt.

    Nennt die nächsten Schritte auch gerne Experimente, denn so traut ihr euch wesentlich mehr auszuprobieren. Experimente haben gleichzeitig auch die Hypothese, ein Problem zu lösen.

    Ein Beispiel hierfür findest du in der ganzen Podcast-Folge.

Mit diesen Tipps kannst du deine Retrospektiven nun wesentlich besser und spannender gestalten.

Wenn du einen externen Berater suchst, der mit deinem Team eine Retrospektive durchführt, die nachhaltig und effektiv ist, bist du bei mir genau richtig.

Ich freue mich über deine Nachricht!

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Heute darf ich Dr. Jenny Meyer als Expertin für digitale Arbeitsplätze in meinem Interview begrüßen.

Seit 12 Jahren beschäftigt sie sich mit den Auswirkungen des Einsatzes von IT in Unternehmen auf Mitarbeiter und Arbeitswelt. Seit 8 Jahren berät sie mittelständische und große Unternehmen dabei, den digitalen Arbeitsplatz einzuführen und vor allem miteinander als Team zu agieren. Sie ist absoluter New Work Enthusiast und Fan von ortsunabhängigem und vernetztem Arbeiten, welches sie selbst seit über 3 Jahren lebt.

Jennys Doktorarbeit über Auswirkungen des Einsatzes von IT in Unternehmen

In ihrer Doktorarbeit geht es um die Auswirkungen des Einsatzes von IT in Unternehmen mit alternden Belegschaften auf die Unternehmensperformance (Innovationsfähigkeit, Arbeitsproduktivität).

Die Quintessenz der Doktorarbeit:

  • Der positive Effekt, der sich durch die IT-Nutzung auf Produktivität und Innovationsfähigkeit auswirkt, wird geschmälert durch den hohen Anteil an älteren Beschäftigten. Werden die älteren Beschäftigten allerdings in altersgemischten Teams einsetzt, wird dem vorgebeugt.
  • Unternehmen, die soziale Netzwerk nutzen, haben eine höhere Innovationswahrscheinlichkeit.
  • Ältere Arbeitnehmer schmälern den Effekt von IT auf Produktivität

 

Ein leidenschaftliches, passioniertes Team erkennt man daran, wenn alle gerne und mit Elan gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten

Für Jenny ist Zusammenhalt und gegenseitige Motivation sehr wichtig. Durch Freude an der Arbeit und ein gemeinsames Ziel funktioniert ein leidenschaftliches, passioniertes Team.

Das sind die typischen Probleme und Missverständnisse

Häufig existiert der Irrglaube, dass alle Probleme durch eine neue Technologie gelöst werden. Es muss allerdings die komplette Organisationsstruktur zur Technologie passen.

Oft stellt sich das Management quer aufgrund eines möglichen Machtverlustes, da alles transparenter wird. Häufig liegt es auch an den Mitarbeitern selbst, da sie noch sehr klassisch arbeiten und nicht offen für ein neues Tool sind.

Das gibt Jenny dir mit auf den Weg zum Thema Digitalisierung

Habe keine Angst und sei mutig. Probiere Dinge einfach aus ohne Vorurteile und entscheide dann, ob etwas gut oder schlecht ist. Sei unbedingt neugierig, denn es wird noch so vieles kommen, woran wir heute noch gar nicht denken.

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In dieser Podcastfolge spreche ich darüber, weshalb Scrum allein nicht die Antwort ist. 

Scrum ist die am weitesten verbreitete agile Methode. In 63 % aller agil arbeitenden Firmen wird Scrum eingesetzt. Was nötig ist, damit Scrum wirklich funktioniert, erfährst du in dieser Folge.

Scrum zeigt auf, was nicht funktioniert - lösen musst du es aber selbst

Scrum ist nur ein Tool und jede Firma muss für sich überlegen, ob dieses Tool Sinn macht.

Wenn du auf ein Kliff zusteuerst, wird Scrum dir nur dabei helfen, noch früher zu stürzen. Da Scrum Dinge transparent macht, die vorher schon da waren, bisher aber ignoriert oder komplett aus den Augen verloren wurden, verursacht es Anfangs vor allem Schmerzen.

Scrum funktioniert nur, wenn du in einem Umfeld arbeitest, in welchem es auch möglich ist, Dinge zu verändern.

Review und Retrospektive dürfen nicht vergessen werden

Ohne gelebte Feedbackzyklen macht Scrum keinen Sinn. Werden Review oder Retrospektive weggelassen, fehlt ein integraler Bestandteil agilen Arbeitens.

Das Review im Sinne eines Feedbacks von Anwendern, Auftraggebern und Kunden zur geleisteten Arbeit des Scrum-Teams ist sehr wichtig. Während der Produkt-Präsentation sollen die Anwender das Produkt ganz konkret testen und ausprobieren können.

Ebenso darf die Retrospektive nicht vergessen werden. Um einen konkreten Verbesserungsprozess zu etablieren, ist das Reflektieren essenziell. Nur so kannst du herauszufinden, was gut oder schlecht lief und was verbessert werden kann.

Ohne Vertrauen funktioniert Agilität nicht

Sorge dafür, dass Dein Team dir vertraut, denn nur dann traut es sich auch seine Comfort Zone zu verlassen und neue Wege zu gehen. Achte darauf, dass es im Team einen Scrum-Master o.ä. gibt, der eine sichere Umgebung für das Team schafft, in der das möglich ist.

Mein gratis Webinar – sei dabei!

Was du tun kannst, um dein Scrum-Team auf das nächste Level zu bringen, zeige ich dir in meinem kostenlosen Videoseminar. Klicke hier, um Dich in meinen Newsletter einzutragen, um rechtzeitig weitere Infos zu erhalten.

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Als heutigen Interviewgast darf ich Jutta Eckstein begrüßen. Sie bezeichnet sich selbst als Dinosaurier in der agilen Szene und hat bereits einige Bücher veröffentlicht. Schon seit den 90-er Jahren ist sie als Beraterin und Change-Managerin bei der Umsetzung von agilen Prozessen tätig. 

Als Überraschung verlosen wir Juttas aktuelles Buch „Bossa Nova“ am Ende der Folge und zwei weitere Bücher von mir.

In dieser Podcastfolge sprechen wir über Juttas Definition eines passionierten, leidenschaftlichen Teams und welche wichtigen Kriterien dafür zu beachten sind. Zudem stellen wir dir Juttas neues Buch „Bossa Nova“ vor.

 

Agilität bedeutet, als Team ein gemeinsames Ziel zu haben

Um ein passioniertes, leidenschaftliches Team zu beschreiben, steht für Jutta im Mittelpunkt, ein gemeinsames Ziel vor Augen zu haben. Dadurch kann jeder gleichermaßen auf seine Art und Weise dazu beitragen, das Ziel gemeinsam zu erreichen. Jedes Teammitglied sollte zudem genau verstehen, weshalb das Erreichen des Zieles so wichtig ist.

 

Wenn das verbindende Element fehlt, gibt es kein Miteinander

 

Es ist sehr wichtig, ein gemeinsames Ziel zu definieren. Wenn dies nicht geschieht, kann auch keine gemeinsame Teamleistung erbracht werden. Das Ziel dient sozusagen als verbindendes Element. 

Ebenso ist auch eine gewisse Offenheit wichtig, um etwas Neues zu lernen und die Bereitschaft, Wissen an andere weiterzugeben. 

 

 „Bossa Nova“ - so machst du dein Unternehmen mit Agilität, Beyond Budgeting, Open Space und Soziokratie fit für die Zukunft

 

Das Buch, welches Jutta Eckstein gemeinsam mit John Buck geschrieben hat, besteht aus vier Elementen. Daraus setzt sich gleichzeitig der Name des Buches zusammen. 

Diese Elemente beschreibt uns Jutta im Interview genauer:

B = Beyond Budgeting 

OS = Open Space

S = Soziokratie 

A = Agilität

 

Weiterentwicklung ist der einzige Weg

Um deine agile Reise zu starten, möchte dir Jutta Folgendes mit auf den Weg geben:

Entwickle dich ständig weiter, da sich unser Markt fortlaufend verändert. Erwarte nicht, dass es für alle Situationen vorgefertigte Rezepte gibt, sondern beleuchte deine aktuelle Situation und handle entsprechend.

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In dieser neuen Folge des Passionate Teams Podcast spreche ich über typische agile Mythen. ​Hier eine kurze Zusammenfassung:

1.  Agilität ​bedeutet keine Dokumentation

Wer glaubt mit dem Einführen von Agilität, werden keine Dokumentationen mehr benötigt, der irrt sich gewaltig. Selbstverständlich wird Dokumentation weiterhin benötigt. In vielen regulatorischen Bereichen wie z.B. der Finanzbranche, geht es garnicht anders. Allerdings sollte das Produkt immer im Fokus stehen. In agilen Produktentwicklungsprojekten, wird die Dokumentation immer parallel zum Produkt entwickelt, um Mehrarbeit zu verhindern. 

 

2. Agilität ist Anarchie

Agilität hat absolut nichts mit Anarchie zu tun. Führungskräfte werden natürlich immer noch benötigt. Allerdings ändert sich das Aufgabengebiet. Als agile Führungskraft geht es mehr darum seinen Teams zu vertrauen und sich mehr darum zu kümmern, einen klaren Rahmen zu schaffen und alles dafür zu tun, dass die Teams effizient arbeiten können. 

 

3. Agilität ist schneller

 

Agilität ist erstmal eher langsamer. Denn bei Agilität wird von Anfang an auf eine hohe Qualität der Arbeit geachtet. Der Geschwindigkeitsvorteil ist oft erst später spürbar, wenn man sich lange Bugfixingphasen sparen kann oder es einfacher fällt neue Features in das Produkt einzubauen. Ausserdem ist das agile Prinzip "Einfachheit - die Anzahl nicht getaner Arbeit zu maximieren - ist essentiell" ein Hebel für eine bessere Time-To-Market. 

 

4. Agilität ist eine Wunderwaffe

Agilität ist KEINE Wunderwaffe. Wenn ein Team bspw. mit schlechten Anforderungen "gefüttert" wird, dann kann es noch so effizient sein, am Ende wird sich das Produkt dennoch nicht verkaufen. Wo Agilität aber seine Stärken ausspielen kann, ist beim schnellen und transparenten Aufdecken von Schwachstellen.

5. Agil ist einfach

 

Wenn Du bisher nicht gewohnt bist, alle 4 Wochen ein funktionsfähiges Produktinkrement zu liefern, dann wirst Du anfangs einige Schwierigkeiten haben. Je größer das Produkt ist und je größer der Anteil von Elementen, die nicht programmiert werden, sondern z.B. Elektronik oder Hardware sind, desto schwieriger wird es. Trotzdem macht es Sinn sich auf den Weg in Richtung Agilität zu machen.

6. Agil funktioniert nur in der Software Entwicklung

 

Klar in der der Software Entwicklung ist Agilität essentiell, aber darüber hinaus kann oder besser sollte Agilität auch in anderen Unternehmensbereichen etabliert werden. Denn in anderen Unternehmensbereichen müssen die Prozesse der Umgebung angepasst werden. Agilität funktioniert ganz klar nur im ganzen Unternehmen.

7. Agilität bedeutet keine Planung

Selbstverständlich wird auch in agilen Projekten geplant. Ganz im Gegenteil, im Agilen wird die ganze Zeit geplant (Daily, Sprint, Release, usw,). Nicht umsonst existiert der Spruch "We plan to replan". Weil man sich allerdings bewusst ist, das dieser Plan ständig angepasst werden muss, plant man so leichtgewichtig wie möglich. 

 

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Der heutige Interviewgast Olaf Lewitz ist Vertrauenskünstler, zertifizierter Enterprise Coach (CEC©) der Scrum Alliance, Urgestein und Leitfigur in der internationalen agilen Gemeinschaft. In nun fast 20 Jahren hat er hunderte von Organisationen bei ihrer Transformation begleitet und unterstützt. Seine besondere Eigenschaft, Unternehmenskulturen zu erforschen und Führung darin einen Sinn zu geben, hat sich zu seiner Strategie entwickelt: Vertrauen und Verantwortung stärken durch offene Einladung und klare Kommunikation.

Olaf lädt dazu ein, sich selbst und anderen zu vertrauen, denn er glaubt fest daran: Du verdienst zu lieben, was Du tust.

​In dieser Podcastfolge sprechen wir über Führung, agile Unternehmen und was es für Agilität in Unternehmen braucht. Die einzelnen Themen des Interviews  bekommst Du hier im Überblick:

Agilität ist Bewegung, Verbesserung und Veränderung

Wie lautet für Olaf die Definition für leidenschaftliche und passionierte Teams? Für Olaf gibt es keine Definition für passionierte Teams. Aber passionierte Teams erkennt man daran, dass Sie Spaß an kontinuierlicher Verbesserung haben. Passionierte Teams freuen sich, dass sich etwas verändert. Sie bringen ein großes Maß an Neugier und Experimentierfreudigkeit mit, sowie das Bewusstsein für Wertschöpfung. 

Es gibt keine universelle Wahrheit

Es gibt nicht das eine Tool, dass immer funktioniert, wenn es um den Aufbau agiler Unternehmen geht, aber es gibt Muster und Prinzipien. Eines davon, ist Kommunikation. Deshalb ist es wichtig in einem Team die Kommunikation zu verbessern und diese bewusst zu machen. Kann ein Teammitglied gut zuhören? Kann ein Teammitglied sich gut artikulieren? Entscheidend ist auch schnelles Feedback. Denn dieses ist ein maßgebendes Instrument von Agilität. 

Blockade steckt oft in unseren eigenen Köpfen

Was sind die Prinzipien für die Lust auf Veränderung in einem Team? Grundsätzlich limitieren sich Menschen selbst und die größte Blockade steckt meist in den eigenen Köpfen. In einem Team sollte deshalb Veränderung immer bei jedem Mitglied selbst beginnen. Erst dann kann die Veränderung oder der Wunsch danach geweckt werden. 

Schaffe eine aktive Lernkultur

In einem komplexen System sollten die Dinge ausprobiert werden. Basierend auf echten Experimenten mit Hypothesen, die einen klaren Rahmen in Form von Zeit und Geld haben. Nur so können Risiken und Erfolgsfaktoren entdeckt werden.

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Warum ist es eigentlich so elementar wichtig, dass Mitarbeiter in ihren Teams arbeiten können? Ich bin ein großer Fan davon, dass Mitarbeiter in ihrem Team zu 100 % arbeiten können und nicht noch parallel in anderen Teams.
 
In der heutigen Zeit ist es fast schon normal, dass Mitarbeiter in vielen Teams unterwegs sind. Doch das ist fatal. Denn ab 3 Projekten entsteht mehr Verlustleistung als Arbeitsleistung. Auch die Gefahr der Bildung von Flaschenhälsen, fehlenden Commitment und unzureichenden Teamzusammenhalt ist groß.
In dieser Folge spreche ich darüber, wie man es schafft, dass Mitarbeiter in ihren Teams effektiv arbeiten können. 
 
Wenn Du Dich mit anderen zu diesem Thema austauschen möchtest, so komme doch einfach in die Passionate Teams Facebook Gruppe
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